ã „Kalkulierte Ethik: Vives und die ‚Zerstörer‘ der Moralphilosophie (Le Maistre, Cranston und Almain)“, in: S. Ebbersmeyer / E. Keßler (eds.), Ethik: Wissenschaft oder Lebenskunst? Modelle der Normenbegründung von der Antike bis zur

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• „Kalkulierte Ethik: Vives und die ‚Zerstörer‘ der Moralphilosophie (Le Maistre, Cranston und Almain)“, in: S. Ebbersmeyer / E. Keßler (eds.), Ethik: Wissenschaft oder Lebenskunst? Modelle der Normenbegründung von der Antike bis zur frühen Neuzeit,

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  Kalkulierte Ethik: Vives und die ‘Zerstörer’ der Moralphilosophie (Le Maistre,Cranston und Almain) Daniel A. Di Liscia  1. Einführung  Der Titel meines Beitrages bedarf schon ‘im ersten Augenblick seines Seins’– d.h. in primo instanti esse sui  , wie es in der üblichen Fachterminologie heißt– einiger Vorerklärungen: mit der Bezeichnung ‘kalkuliert’ für die Ethik beziehe ich mich nicht etwa auf eine ‘kaltherzige Ethik’, bei der irgendwel-chen Pflichten, egal wie unangenehm sie sind, gefühllos nachzugehen ist.Ebenso wenig beziehe ich mich damit auf eine Sammlung ‘opportunistischerHandlungsprinzipien’, bei denen ich mir beispielsweise überlegen sollte, obund wie ich das, was ich handelnd von mir gegeben habe, in irgendeiner Weise zurück bekommen kann. Nein, mit diesem Titel möchte ich michlediglich auf die Ethik bzw. ‘ethische Untersuchungen’ einer Gruppe vonPhilosophen, Denkern, Wissenschaftlern der Spätscholastik beziehen, dieman seit einigen Jahren in der Forschungsliteratur ‘ calculatores  ’ nennt. 1 1 Die Hauptautoren und Texte dieser Gruppe sind heute gut bekannt: Thomas Bradwardine (ins-bes. hierfür De proportionibus velocitatum in motibus  , 1328), Richard Kilvington (insbes. hierfür Sophismata  ) William Heytesbury ( Sophismata   und Regulae solvendi sophismata  , 1335) undRichard Swineshead ( Liber calculationum , ca. 1350) bilden auf jeden Fall den Kern der Oxford-Kalkulatoren. Zu dieser Gruppe zählen auch sehr wohl zwei Abhandlungen von Walter Burley:die Quästion De primo et ultimo instanti   und der viel gelesene Traktat De intensione er remissione  formarum . In einer zweiten Reihe stehen die Summa logicae et philosophiae naturalis   von JohnDumbleton, die  Sophismata ‘A est unum calidum’   eines John Bodes, der Anonymtext De sex inconvenientibus  , und die offenbar wenig verbreitete Abhandlung De motibus naturalibus   desRoger Swineshead. Diese Einordnung geht – mit einigen Abweichungen – auf Sylla 1982zurück.
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